Abbildung des Seitenaltars von St. Wolfgang in München-Pipping
Abbildung des Seitenaltars von St. Wolfgang in München-Pipping

Förderprojekt 1 — Die Restaurierung der Seitenaltäre von St. Wolfgang in München-Pipping

Im Juli 2008 wurde vom Vorstand das erste Förderprojekt beschlossen. Es handelt sich um die Restaurierung der beiden Seitenaltäre von St. Wolfgang in München-Pipping. Wegen akuter Einsturzgefahr musste die Kirche geschlossen, der Hochaltar eingehaust und die beiden Seitenaltäre ins Bau- und Kunstdepot der Erzdiözese ausgelagert werden. Mit der Restaurierung der Wandgemälde und des Hauptaltars stand auch eine Restaurierung der beiden Seitenaltäre an. Die neue Situation hat eine solche Maßnahme nun dringend notwendig gemacht.

Die beiden Seitenaltäre sind Teil einer bis heute annähernd unberührten Denkmaltopografie des späten 15. Jahrhunderts. In ihrer hohen künstlerischen Qualität stellen Kirche und Ausstattung innerhalb der Erzdiözese ein Kleinod spätgotischer Kunst dar.

Etwa zehn Jahre vor Errichtung der Kapelle in der Blutenburg hatte sich Herzog Sigismund zum Neubau einer Kirche entschlossen, die an der Würm auf dem Pilgerweg des hl. Wolfgang von Regensburg ins Salzkammergut liegt. Sie wurde nach einer Gedenktafel aus dem 19. Jahrhundert nach nur zwei Jahren Bauzeit am 13. August 1480 geweiht. Als Baumeister der flach gedeckten Saalkirche mit rippengewölbtem Polygonchor und seitlichem Spitzturm vermutet man Jörg von Halspach, als Maler, zumindest der Fresken im Chor, Jan Polack. 1701 wurde die spätgotische Dorfkirche als point de vue des Schlosses Nymphenburg in dessen barocken Gesamtplan einbezogen. Einen Umbau hatte diese Entscheidung nicht zur Folge. Mit der Einrichtung der Stadtpfarrkirche Leiden Christi, 1924, erhob man St. Wolfgang zur Filialkirche.

Die Kirche besitzt drei Flügelaltäre, wobei der Hauptaltar dem hl. Wolfgang geweiht ist. Der linke Seitenaltar zeigt im Schrein die Figur der thronenden Muttergottes, flankiert von den hll. Laurentius und Leonhard. Auf den Flügel-innenseiten befinden sich Gemälde mit der Enthauptung des hl. Sigismund und dem Wirken des hl. Leonhard. Im Schrein des rechten Seitenaltars steht eine Figur des Auferstandenen zwischen den hll. Wolfgang und Antonius Eremita. Auf den Seitenflügeln sind die Martyrien der hll. Sebastian und Laurentius dargestellt, auf den Predellen beider Altäre präsentieren Engel das Schweißtuch.